1973

Reinkarnation als Martin Kosch in Graz am 28.03.1973
(während meiner Entbindung war mein Vater gerade in St. Marein/Graz Fußball spielen – Abschlusstraining vor dem so wichtigen Derby gegen Kirchbach)

31.03.1973 St. Marein – Kirchbach 1:0
Tore: Kosch (90. min/Elfmeter)

Das St. Mareiner Wochenblatt schrieb damals in einer Extraausgabe:

“Das Spiel war ein Mittelfeldgeplänkel, 
wobei die Kirchbacher (verstärkt durch den serbischen
Legionär Zoran Bogdanovic) aus einer gesicherten Abwehr
heraus zu einigen guten Konterchancen kamen.
Den Mareinern fehlten die Ideen, einzig Kosch,
die Schaltzentrale im Mittelfeld, konnte vor der Pause
mit einem 40 Meter Fernschuss den gegnerischen Keeper prüfen.
In der 90. Minute zog der Kirchbacher Libero im Sechzehnmeterraum die Notbremse und Spielmacher Kosch
verwertete den alles entscheidenden Penalty mit einem
trockenen Flachschuss ins linke Eck und rettete
die Mareiner vor dem Fall in die Bedeutungslosigkeit”


1976

Erster Nervenzusammenbruch während des Husarenritts von 
Franz Klammer in Innsbruck zu Olympiagold


1979

Eintritt in die Volksschule Eggenberg, Lesen und Schreiben,
Fehlerloses Aufsagen des 1×1, Urlaub in Lignano,
3.Platz bei der Kinderbocciaolympiade,
18. Platz Sandburgbau-WM im benachbarten Bibione


1982

Erste öffentliche Darbietung eines Witzes in einem mit Mikrofon
ausgestatteten Autobus, der von Portoroz nach Postojna fuhr. Wenig Beifall,
da im Bus außer meinen Eltern niemand deutsch sprach.
Der Busfahrer sprach zwar auch deutsch, aber er lachte nicht.

1983

Teilnahme am Grazer Knirpsturnier (gesponsert von Burli Werdinig) 
mit den “Gösting Hotspurs”. In der Vorrunde durch die schlechtere Tordifferenz ausgeschieden.
Eintritt in das Gymnasium Kirchengasse, Schuldirektor ließ sich daraufhin sofort frühpensionieren.

1984

  1. Skikurs in Niedernfritz – 3. Gruppe (hatte beim Einfahren einen Stockeinsatz vergessen)

1986

Tschernobyl

1987

Tanzkurs (Spezialkurs Samba/Rumba – Lambada Kurs war leider erst ab 18), erste Kontakte mit Alkohol (Adabei Ribiselwein)

1989

Qualifikationsprüfung in Musik, Bildnerische Erziehung : Knappes Genügend
Abmeldung vom Religionsunterricht

1990

Innerliche Bekehrung – Anmeldung zum Religionsunterricht
Äußerliche Bekehrung – Verkauf meiner Jogging-High

1991

Matura, Führerschein (A und B) und Campingurlaub am Plattensee (Kulturaustausch)
Besuch HAK-College Graz ( lernte viel, vor allem Mädchen kennen)

1993

Matura HAK Kollege – hatte endlich Reife erlangt, war im nachhinein sehr glücklich, dass ich vor allem in Mathematik so viele praxisbezogene Beispiele gelernt hatte. Bilde seither von jedem Spareinkaufszettel die 1. Ableitung und führe anschließend eine Kurvendiskussion durch.
Nebenbei Backblechabwäscher und Bananenschäler im Vegetarierlokal
Mangolds für einen Stundenlohn von 60 ÖS brutto. Inskription BWL, da ich mir gedacht hatte, ich möchte etwas studieren, was sonst keiner macht.

1994

Christbaumverkauf IKEA, lernte dadurch endlich eine Tanne von einer Fichte zu unterscheiden, was mir im weiteren Leben unheimlich weiterhalf.

1995

Osterhase IKEA, Weihnachtsmann IKEA, Glühweinausschenker IKEA, Lagerarbeiter IKEA, Werbungstätigkeit für den Bayrischen Landesbund für Vogelschutz in Kempten (Verdienst: Minus 3000.-)

1997

Pizza- und Eisverkoster beim Interspar. Zivildienst in der Geriatrie. Preisverleihung ”Bester Bettenmacher und Desinfizierer des Jahres 97″

1998

Verarbeitung von 1997

1999

Einstieg in die Kabarettszene – fahre pointenerzählend durch die Lande und lerne dabei fremde Kulturen und Bräuche kennen – Stichwort Vorarlberg

2001

Abschluss Studium der Betriebswirtschaftslehre – ein schönes Gefühl, wenn man auf Ämtern und in Warteräumen mit “Herr Magister Kosch” aufgerufen wird. Und der Sitznachbar denkt sich vermutlich: „ Ah das ist also der Kosch, und dem habe ich mit meinen Steuern sein Studium finanziert – ich mach sowas an sich gern – aber nicht 16 Semester lang“

2002-2005

Tour durch ganz Österreich- solo und mit der Langen Nacht des Kabaretts (Thomas Stipsits, Klaus Eckel und Pepi Hopf)

Sommer 2007

Versuch der spirituellen Selbstfindung – bin den Jakobsweg gegangen, leider in die verkehrte Richtung. Wollte die Erleuchtung, nun fühle ich mich wie ein Glühwürmchen.
Eintritt in den Magischen Zirkel Graz

Winter 2008

Erneuter Versuch der Jakobswegbegehung – diesmal zwar in die richtige Richtung, dafür aber mit Langlaufskiern.

2009

Finanz- und Wirtschaftskrise – aufgrund von Zeitmangel habe ich keine der beiden Veranstaltungen besucht

2010

Beginn Midlife Crisis

2012

Da ich mir keinen Porsche leisten kann und für einen Triathlon zu faul bin, habe ich mich dazu entschlossen, die Midlife Crisis wieder zu beenden.

Auszeichnungen:
Gmundner Kleinkunstschwan
Österreichischer Kabarettförderpreis mit der Langen Nacht des Kabaretts
2 facher Österreichischer Staatsmeister – Comedy Magic – Zell am See 2010 und Götzis 2014
Präsident des Magischen Zirkels Graz